// Bing
Raeumungsverkauf: Bis zu 75% Rabatt!
Left Sidebar Manager - Version: 1.6.2

Poolfilter Ratgeber: Tipps zu Art, Größe und Leistung

Pool-Filteranlagen wälzen das Schwimmbadwasser um und filtern die Verschmutzungen aus diesem raus. Kleine Schwimmbecken, wie die sogenannten Quick-Up- und Frame-Pools werden oftmals mit einem Kartuschenfilter betrieben. Diese haben in puncto Umwälz- und Filterleistung jedoch deutliche Nachteile gegenüber Sandfilteranlagen, sodass bei größeren bzw. bei höherwertigen Swimmingpools nur der Einsatz einer Sandfilteranlage wirklich sinnvoll ist. Dabei gibt es die verschiedensten Poolfilter auf dem Markt, die sich u.a. durch ihre Leistung unterscheiden. Lesen Sie, welchen Filter Sie für Ihren Pool benötigen.

Woraus besteht eine Sandfilteranlage?

Eine Sandfilteranlage besteht im Wesentlichen immer aus 3 Komponenten:

  • Filterbehälter, in welchem sich das Filtermedium befindet
  • Mehrwege-Umstellventil, welches entweder auf oder neben dem Filterbehälter vorzufinden ist und mindestens die Stellungen „Filtern“, „Rückspülen“ und „Nachspülen“ erlauben soll
  • Poolpumpe, welche das Wasser aus dem Schwimmbecken saugt, durch den Filterbehälter drückt, wodurch Verschmutzungen herausgefiltert werden und das gereinigte Wasser wieder ins Becken zurückführt

Die Wahl des optimalen Pool-Sandfilters

Die Größe der Sandfilteranlage ist abhängig von der Größe des Swimmingpools bzw. von dessen Füllinhalt. Dabei lassen sich die Filterbehältergrößen grob in folgende Kategorien unterteilen:

  • Ø 300 mm bei Schwimmbecken bis ca. 25 m³
  • Ø 400 mm bei Schwimmbecken bis ca. 35 m³
  • Ø 500 mm bei Schwimmbecken bis ca. 55 m³

Noch größere Filterbehälter werden im Normalfall nur bei gewerblichen Schwimmbad-Anlagen benötigt.

Ferner gibt es in der Ausführung des Filterbehälters einige Unterschiede. Die meisten werden aus Polypropylen hergestellt und das Mehrwegeventil sitzt auf der oberen Behälter-Öffnung. Dies stellt die gängigste Form des Filterbehälters dar. Nachteil hierbei ist jedoch der umständliche Wechsel des Filtermaterials, da der Behälter aufgrund seines Gewichts nicht mehr so einfach gekippt werden kann. Alternativ kann das Filtermedium aber auch mittels eines Nasssaugers herausgesaugt werden.

Wird der Poolfilter nicht im Außen-, sondern im Innenbereich aufgestellt, empfehlen sich Sandfilteranlagen, bei denen der Filterbehälter entweder eine große Revisionsöffnung hat oder gar in der Mitte geteilt ist. Dadurch wird der Sandwechsel enorm vereinfacht, zumal im Innenbereich im Normalfall ohnehin nicht allzu viel Platz vorhanden ist. Als Nachteil können im Prinzip nur die verhältnismäßig hohen Anschaffungskosten erwähnt werden, da aufgrund der mittigen Teilung der Behälter naturgemäß „geschwächt“ ist und diese Schwächung durch den Einsatz vom teureren glasfaserverstärktem Kunststoff egalisiert werden muss.

So entscheiden Sie sich für das richtige Filtermedium

Auch Sandfilteranlagen können neben klassischem Quarzsand mit alternativen Filtermedien  betrieben werden. Der Begriff Sandfilteranlage hat sich im Laufe der Zeit lediglich manifestiert und wird nun umgangssprachlich so bezeichnet, egal welches Filtermedium eingesetzt wird.

Als Alternative zu Sand haben Sie die Möglichkeit Ihren Poolfilter ebenso mit Filterglas oder Aqualoon Filterbälle aus Polyethylen zu füllen. Vorteil von ersterem Filtermaterial aus recyceltem Glas ist die glatte Oberfläche, welche Keim- und Biofilmbildung im Filter verhindert und so für wesentlich bessere Filtrationsergebnisse sorgt. Dadurch ergeben sich kürzere Rückspülzeiten, längere Austauschintervalle von 3 bis 4 Jahren und ein geringerer Wasserpflegemittel-Verbrauch. Zudem hat das Glas eine etwas geringere Dichte als Sand und ist somit leichter. 25 kg Filtersand entsprechen hierbei 20 kg Glas. Dagegen zeichnet sich Aqualoon besonders durch den enormen Gewichtsvorteil gegenüber herkömmlichem Sand bzw. Filterglas aus. Eine Packung Aqualoon mit 700 g ersetzt 25 kg Sand bzw. 20 kg Glas. Das Befüllen des Filterbehälters - insbesondere bei Anlagen, bei denen das Ventil auf dem Kessel sitzt - gestaltet sich dadurch viel einfacher. Das Material ist außerdem in der Lage, auch feine Schmutzpartikel bis zu 1 Mikron sowie Fette herauszufiltern.

Welche Poolpumpe für welchen Swimmingpool?

Je nachdem, wo die Poolpumpe im Vergleich zum Schwimmbecken steht, gibt es selbstansaugende und normalsaugende Poolpumpen.

Selbstansaugende Schwimmbadpumpen sind in der Lage, sich selbst zu entlüften und sind daher auch für die Aufstellung oberhalb des Wasserspiegels geeignet. Hierfür muss zuerst der Vorfilter mit Wasser gefüllt werden. Wird die Pumpe nun eingeschaltet, fördert diese kontinuierlich Luft - jedoch nicht das Wasser aus dem Vorfilter - und aus der Saugleitung heraus und zieht durch den dabei entstehenden Unterdruck allmählich das Poolwasser nach oben, bis die Wassersäule hergestellt ist. Das sich im Vorfilter befindliche Wasser dient dabei zur Kühlung für die Pumpe.

Normalsaugende Pool-Pumpen verfügen nicht über diese Eigenschaft, haben zumeist auch keinen Vorfilter und müssen zwingend unterhalb des Wasserspiegels aufgestellt werden, da sonst durch den Trockenlauf die Gleitringdichtung schnell verschleißt und die Pumpe infolgedessen undicht wird.

Hinsichtlich ihrer Leistung muss die Poolpumpe ebenfalls an den Behälter abgestimmt sein. Als grobe Faustformel gilt:

  • Bis ca. 450 W bzw. 6 m³/h bei 8 mWS für Behälter mit Ø 300 mm
  • Bis ca. 600 W bzw. 8 m³/h bei 8 mWS für Behälter mit Ø 400 mm
  • Bis ca. 700 W bzw. 12 m³/h bei 8 mWS für Behälter mit Ø 500 mm

Lesen Sie auch Poolfilter im Erdboden: So bauen Sie einen Technikschacht.

 

Ihr POOLSANA-Team