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Pool-Wärmepumpen: So kann die Badesaison früher starten

Auch wenn die Temperaturen noch zu niedrig sind, um den Gartenpool nutzen zu können, muss nicht darauf verzichtet werden. Denn vor allem kurz vor der warmen Frühlingszeit, können manche Poolbesitzer nicht mehr geduldig warten und möchten endlich wieder im eigenen Swimmingpool schwimmen, diesen für Gäste bei einer frühzeitigen Grillfeier zur Verfügung stellen oder mit den Kindern unbekümmert planschen. Um dies zu verwirklichen, gibt es Poolheizungen. Dabei haben sich Schwimmbad-Wärmepumpen in den letzten Jahren zu einer besonders beliebten Art der Pool-Beheizung etabliert.

Funktionsweise von Pool-Wärmepumpen

Pool-Wärmepumpen werden im Freien aufgestellt und wandeln die kostenfreie Luft durch Sammeln und Absorbieren von Energie in Verbindung mit dem aufgenommenen Strom in Wärme um. Diese wird dann über einen integrierten Wärmetauscher an das Poolwasser abgegeben. Die vorhandene Poolpumpe der Sandfilteranlage zirkuliert das Wasser durch die Poolheizung und erwärmt somit das Schwimmbad. Moderne Schwimmbad-Wärmepumpen liefern gegenüber dem aufgenommenen Strom eine Heizleistung in ca. 6-facher Höhe.

Durch den angebauten Lüfter wird die Außenluft angesaugt und über die Oberfläche des Verdampfers (Energiesammler) geleitet. Das flüssige Kältemittel in der Spule nimmt die Wärme aus der Außenluft auf und entwickelt sich zu Gas. Das warme Gas strömt durch den Kompressor, wobei es verdichtet und wärmer wird und anschließend durch den Kondensator (Wasserwärmetauscher) strömt. Nun folgt der Wärmeaustausch, bei dem das heiße Gas die Wärme an das durch die Spule zirkulierende, kühlere Poolwasser abgibt. Das Poolwasser wird wärmer, das heiße Gas kühlt ab und kehrt in seine flüssige Form zurück. Nachdem es dann durch das Expansionsventil geflossen ist, beginnt der ganze Prozess erneut.

Laienhaft ausgedrückt, ist das Funktionsprinzip der Wärmepumpe mit dem einer Auto-Klimaanlage zu vergleichen. Bei dieser wird die durch den beschriebenen Kreislauf entstandene Kälte genutzt, um die Luft abzukühlen. Pool-Wärmepumpen hingegen, nutzen die entstandene Hitze, um das Wasser zu erwärmen.

Betriebs-Zeitraum einer Wärmepumpe

Anders als bei Pool-Solarabsorbern, sind Wärmepumpen nicht von der Sonneneinstrahlung abhängig und können dadurch weitaus zuverlässiger eingesetzt werden. Besonders im Frühling und Herbst genügt die Sonneneinstrahlung oft nicht, um das Schwimmbadwasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen bzw. die Wärme zu halten. Zu diesen Zeitpunkten hat die sonnenunabhängige Wärmepumpe ihren großen Auftritt. Mit dieser ist es möglich, den Pool früher in Betrieb zu nehmen und länger zu nutzen. Steht das Becken als „Hallenbad“ im Haus, kann es mit einer Wärmepumpe sogar ganzjährig Verwendung finden.

Die Außenlufttemperatur bzw. Umgebungsbedingungen spielen bei der Erwärmung des Pools eine große Rolle. Denn je geringer die Außenlufttemperatur, desto geringer die Heizleistung. Folglich benötigt die Wärmepumpe im Frühling bei ca. 15 °C erheblich länger, als im Sommer bei ca. 25 °C, um das Becken zu beheizen. Die Wassertemperatur vor der Erwärmung ist natürlich ebenso ausschlaggebend. All diese Faktoren führen dazu, dass Wärmepumpen nicht für den Betrieb im Winter „ungeschützter“ Swimmingpools geeignet sind.

Benötigte Leistung zur Erwärmung des eigenen Pools

Ist die Entscheidung zum Kauf einer Wärmepumpe getroffen, stellt sich nun die Frage der Dimensionierung. Je nach Beckeninhalt ist die Wärmepumpe entsprechend so auszulegen, dass diese effektiv das Wasser erwärmen kann. Die Dauer zur Erwärmung eines Schwimmbeckens um 1 °C lässt sich ganz einfach berechnen:

Beckeninhalt in m³ / Heizleistung der Wärmepumpe in kW = x Stunden

Beispiel: Sie besitzen ein Rundbecken mit 4 m Durchmesser und 1,50 m Tiefe. Daraus ergibt sich ein Beckeninhalt von ca. 18,8 m³. Eine Wärmepumpe mit 8 kW Heizleistung bei 25 °C Außenlufttemperatur würde somit 2,35 Stunden (18,8 m³ / 8 kW = 2,35 h) benötigen, um das Schwimmbadwasser um 1 °C zu erwärmen.

 

Ihr POOLSANA-Team